Wie gründet man eine eigene Community? Social Media (2)

Es gibt einige Social-Media-Plattformen, die es einem ermöglichen, eigene Communitys zu gründen. Dabei gibt es im Großen und Ganzen drei Punkte zu beachten.

– Die Inhalte sollen für die Community interessant sein, ansonsten gibt es für Mitglieder keinen Anreiz zu bleiben.

– Inhalte müssen regelmäßig gepostet werden und Anfragen sollten zeitnah beantwortet werden. Wenn der Kanal aktiv ist, ist die Chance deutlich höher, auch aktive Mitglieder zu haben. Die Reichweite, also wem deine Beiträge gezeigt werden, ist bei vielen Plattformen sehr stark von der Aktivität abhängig.

– Die Inhalte sollen zum Social-Media-Kanal passen. Die unterschiedlichen Plattformen zielen klar auf bestimmte Arten der Informationen ab.

Laut meinen persönlichen Erfahrungen scheinen in Bezug auf Brettspiele und Kickstarter bestimmte Kanäle besonders gut zu funktionieren, dabei sollte man noch beachten, ob man eine Community nur zu dem spezifischen Brettspiel/Verlag oder zu einem bestimmten Thema aufbauen möchte. Der Aufwand variiert dabei sehr stark.

Facebook: Eignet sich vor allem zur Unterhaltung über bestimmte Themen. Ein Großteil der Inhalte wird von aktiven Mitgliedern erstellt. Eine Facebook-Seite ist vor allem dazu da, um Informationen zu einem Produkt oder einer Firma zu posten. Hier werden vor allem vom Eigner Posts verfasst und die folgenden Mitglieder sind dabei wenig involviert. Facebook-Communitys spielen sich in erster Linie über Gruppen ab. Wenn man möchte, dass sich Personen zu einem Spiel austauschen, ist eine Facebook-Gruppe sinnvoll. Wichtig ist, hier vor allem Posts zu verfassen, die Fragen enthalten und Diskussionen anstoßen. Es empfiehlt sich ebenfalls, dass in dieser Gruppe auch Mitglieder Posts verfassen können, man sollte aber überall ein Auge darauf haben, dass Kommentare oder Beiträge nicht aus dem Ruder laufen.
Facebook bietet eine Vielzahl an großartigen Gruppen zum Austausch über bestimmte Themen. Mitglieder sind hier sehr aktiv.

Photo by dole777 on Unsplash

Instagram: Eignet sich vor allem, um Bilder zu posten. Gerade für Brettspiele schaffen Illustrationen viel Stimmung und Atmosphäre. Instagram möchte allerdings sehr viele Bilder bzw. Stories (das sind kürzere Beiträge, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden), damit du auch bei anderen Personen aufscheinst. Es ist eine hervorragende Plattform, um Feedback für Bilder zu erhalten. Den Text zu den Bildern dabei nicht vergessen. Antworten gibt es viel eher auf Fragen!

Blog: Bietet die Möglichkeit, dass die Leser den Autor selbst besser kennenlernen. Hier kann man vor allem Meinungen, Interessen und Know-how zeigen und damit Gleichgesinnte oder Interessierte finden. Wie auch bei allen anderen Kanälen ist es wichtig, mit der Community ins Gespräch zu kommen, also unbedingt Fragen stellen!

YouTube: Bietet wie der Blog die Möglichkeit, Meinungen, Interessen und Know-how zu zeigen. Sollte es dabei nur um das Brettspiel oder Kickstarter gehen, wäre ein Making-of möglich. Allerdings sollte man dabei beachten, dass sehr viel Material benötigt wird, um auch wirklich das Interesse einer Community aufrechtzuerhalten. Erstellt man einen generellen Brettspielkanal, sollte man bedenken, dass das Erstellen von Videos sehr aufwendig ist. Vor allem, wenn sie professionell wirken sollen, braucht man neben Equipment auch viel Zeit.

Podcasts: Mit Podcasts habe ich bis jetzt wenig Erfahrung. Ich denke, es ist hier ähnlich wie beim Blog oder auf YouTube. Hier liegt der größere Aufwand vermutlich eher darin, dass die Beiträge durch Unterhaltungen mit Gästen interessanter werden. Somit ist es nicht nur ein regelmäßiger Zeitaufwand für einen selbst, sondern auch für andere. Allerdings sind Brettspielpodcasts ebenfalls sehr beliebt.

Twitter: Scheint für Brettspiele etwas weniger relevant zu sein. Da hier nur recht kurze Textbeiträge möglich sind. Gerade zu Brettspielen möchte man gerne etwas mehr sagen. Man kann zwar hier auch Bilder posten, dafür bietet aber Instagram deutlich bessere Möglichkeiten.

Foren: Boardgamegeeks oder Reddit sind Beispiele für riesige Plattformen. Es empfiehlt sich, auf jeden Fall aktiver Teil dieser Communitys zu sein, da man dort auch Interessenten für die eigene Community finden kann. Boardgamegeeks wirkt sehr offen und hilfreich. Allerdings ist die Plattform sehr umfangreich und man muss sich dort erst mal zurechtfinden. Reddit ist da etwas anders. Man sollte sich mit den sozialen Regeln auf Reddit vertraut machen, bevor man loslegt, die Community ist sehr mächtig, aber nicht leicht zugänglich.

Zu diesem Thema gibt es sehr viel zu sagen. Wenn du Fragen oder Anregungen dazu hast, nur her damit. Hast du eine eigene Community aufgebaut? Wie ist es dir dabei gegangen? Ich bin sehr auf Kommentare gespannt. In Zukunft wird es bestimmt noch den einen oder anderen Beitrag zu diesem Thema geben.

2 Kommentare zu „Wie gründet man eine eigene Community? Social Media (2)

  1. Eine eigene Community habe ich noch nie aufgebaut.
    Aber vielleicht is es auch interessant, wie ich Teil von verschiedenen Communities geworden bin. Natürlich gibt es dort den klassischen Weg, dass echte Freunde aus dem sogenannt Real Life dich einladen. So habe ich die online Gaming Welt und Teamspeak kennen gelernt.
    Schnell macht man dort neue Bekanntschaften, die einen neue Teamspeak Daten geben. Mit der Zeit und vor allem mit Discord sind nahezu alle meine mir bekannten Teamspeak Server eingeschlafen.
    Von Discord bin ich mittlerweile sehr überzeugt. Es ist kostenlos, ohne Werbung und erfüllt die Funktionen Chat, Forum, Sprachchat, Videochat und Bildschirmübertragung. Das kenne ich sonst von keiner Plattform in solch einer Perfektion.
    Seit bestimmten viralen Ereignissen bin ich nun auch stolzes Mitglied einer Tabletop Simulator Community. Dort wird nicht selten gespielt bis die Sonne wieder scheint, oder einfach mal eben ganz kurz. Gefunden haben ich den wertvollen Server, nachdem ich ungefähr 8 verschiedene TTS Server in deutsch und englisch getestet habe (die ich alle über die Google Suche fand, die meisten wurden in Reddit genannt).
    Seit der SPIEL.digital schnuppere ich ab und zu auch in einige ausgewählte Brettspiel- und Computerspiel-Entwickler Discord Server um Impressionen für eine Wunschliste an den Weihnachtsmann zu bekommen. Wobei meine geliebte TTS-Community mehr als genug von mir noch unbekannten Spielen schwärmt und diese mir online bei bringt.
    Dies hier ist übrigens mein erster Blog den ich nicht nur konsumiere, sondern dem ich auch antworte. Also weiter so! Wie genau ich hergekommen bin weiß ich gar nicht mehr, aber ich bin froh darüber hier zu sein.

    PS: dein Spiel habe ich noch nicht geschafft zu testen, aber solange du weiter fleißig bloggst, werde ich es bestimmt irgendwann schaffen 😉

    PPS: und ja du hast total recht. Nur weil du Fragen stellst bin ich gewillt, dir zu antworten um zu helfen.

    Gefällt 1 Person

    1. Stimmt, von Discord bin ich auch sehr überzeugt. Wie du schon sagst, das kann alles, was Sprachchats, Videochat, Textchats und Foren können und das auch noch sehr gut. Die vielen Optionen erschlagen vielleicht manchmal den ein oder anderen, den ich dazu hole, aber daran gewöhnen sie sich schnell. Tatsächlich sehe ich immer mehr Discord Communities, hatte sie aber noch nicht so direkt als Social Media Kanal empfunden. Vielleicht weil es noch etwas mehr im Gaming Bereich liegt und noch nicht so ein öffentlicher Standard ist. Für das Thema Brettspielen aber auf jeden Fall gut im Auge zu behalten!
      Freut mich sehr, dass du hier schreibst, mittlerweile bist du LittleToasty der hin und wieder interessante Kommentare hinterlässt. Nicht nur für mich, sondern vielleicht auch für andere (anonyme) Leser. Danke!

      Gefällt mir

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