Bezahlte Werbung

Gerade, wenn man nicht nur lokal verkaufen möchte, wird man bezahlte Werbung nicht vermeiden können. Natürlich ist organische Werbung (die durch Mundpropaganda und Begeisterung weitergetragen wird) in fast jeder Hinsicht toller, aber die Reichweite wird nie dieselbe sein.
Warum sage ich „in fast jeder Hinsicht“? Organische Werbung nimmt enorm viel Zeit in Anspruch. Bezahlte Werbung ist auch kostentechnisch sehr günstig, vor allem, wenn sie auf ein tolles Produkt hinweist, denn erst dann wird sie wirklich effizient.

Wichtig ist dabei außerdem, die passende Zielgruppe im Auge zu haben. Beispielsweise kann man auf Boardgamegeek, der größten Plattform für Brettspiele, oder eben auch anderen spezifischen Foren Werbung schalten. Oder auf unterschiedlichen Social-Media-Plattformen.

Tatsächlich scheint für Brettspiele auf Kickstarter Werbung auf Facebook am effizientesten zu sein. Zumindest liest man das in Brettspieldesigngruppen und Blogs. Der Vorteil liegt hier wohl vor allem daran, dass man ziemlich genau vorgeben kann, welchen Zielgruppen die Werbung präsentiert wird.
Hier kann man anscheinend auch sehr gut A/B testen. Das heißt: Ich kann beispielsweise 100 Leuten die Werbung mit einem leicht abgeänderten Wortlaut zeigen als anderen 100 Personen. Und anhand der Reaktionen erkenne ich, welcher Wortlaut besser funktioniert. Somit kann man die Beiträge optimieren.

Gerade zu Werbung auf Boardgamegeek habe ich aber öfter gelesen, dass hier vor allem komplexere Spiele mehr Anklang finden, ansonsten die Werbung allerdings relativ teuer ist.

Vor allem in Sachen Preis sollte man gut aufpassen. Das ist nämlich ein schwieriges Thema. Je nach Werbung bezahlt man üblicherweise unterschiedlich. Oft nach Impressionen. Das heißt: wie vielen Personen sie angezeigt wurde. Aber nur, weil eine Werbung 1000 Mal gezeigt wurde, heißt das nicht, dass sich jeder dafür interessiert und auf weiterführende Informationen klickt, und auch nicht, dass jeder, der auf weiterführende Informationen klickt, sich für den Newsletter anmeldet, und auch nicht, dass jeder, der so weit gekommen ist, auch bereit dazu ist, sich das Spiel zu kaufen.

Photo by Andre Benz on Unsplash

Wenn ich also beispielsweise insgesamt 1,70 € pro Klick auf meine Werbung bezahle, aber nur jeder 10. Klick auch dazu führt, dass mein Spiel gekauft wird, heißt es, dass ich 17 € an Werbung für diesen Kunden bezahlt habe. Wenn ich allerdings eine Gewinnspanne von 18 € habe, ist jeder Kunde trotzdem ein Gewinn! Natürlich hat man bei größeren, teureren Spielen dadurch einen größeren Spielraum.
Weiters ermöglichen mir mehr Kunden vielleicht die Chance, eine größere Auflage zu produzieren, wodurch die Spiele natürlich auch in der Herstellung günstiger werden.

Es gibt allerdings einige positive Faktoren der Werbung, die man schwer bis gar nicht berechnen kann. Klicks, die zu deiner Seite führen, bringen dir Traffic und du scheinst eher für andere mögliche Interessenten auf. Interessenten könnten Infos zu deinem Spiel weiterverbreiten, selbst wenn sie es selbst nicht einmal kaufen. Und du kannst Fans finden, die deine Seiten beleben oder dir bei anderen Dingen helfen. Außerdem wirkt es sich generell positiv aus, wenn man schon mehr von einem Produkt gesehen oder gehört hat. Vielleicht klicke ich nicht gleich bei der ersten Werbung auf den weiterführenden Link, aber beim nächsten Mal, wenn ich etwas von dem Spiel lese, dann doch.
Es gibt zwar vielleicht auch Leute, die sich über Werbung so sehr ärgern, dass sie das Produkt erst recht nicht kaufen, wer weiß allerdings, ob sie es ohne Werbung überhaupt erst gesehen und dann gekauft hätten. Dementsprechend fällt dieser Punkt wohl nicht so sehr ins Gewicht.
Wie gesagt, diese Informationen sind sehr schwer zu messen, sind aber überwiegend sehr positive Nebenwirkungen der Werbung.

Ich habe selbst noch keine bezahlte Werbung für mein Spiel geschaltet. Ich werde natürlich mehr berichten, sobald ich das gemacht habe. Das sind in erster Linie Informationen, die ich online gefunden oder in Marketingseminaren und meinem Psychologiestudium gelernt habe. Ich bin mir sicher, dass es manche unter euch gibt, die noch etwas Genaueres dazu sagen können. Ich und bestimmt auch andere Leser freuen uns natürlich sehr über Kommentare!

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