Call to Action

Einer der wichtigsten Teile von Werbung ist der „Call to Action“, also der Aufruf, etwas zu tun. Gleichzeitig ist es aber für mich auch einer der schwierigsten Teile. Werbungen, mit Aufrufen etwas zu tun, sind viel effektiver als ohne. Zum Thema „Call to Action“ findet man schnell viele Artikel.

So ein Aufruf wäre beispielsweise, den Leser/Zuseher darum zu bitten, einen Newsletter zu abonnieren, einen Beitrag zu liken oder einer Seite zu folgen, aber auch ein Produkt zu kaufen oder sich einfach an einer Diskussion zu beteiligen. Es ist eine Einladung an den Leser, sich zu beteiligen oder eine Bitte um Unterstützung. Wer vielleicht zuvor noch nicht daran dachte, ein Produkt zu unterstützen oder sich in die Community eingeladen fühlt, wird dadurch noch einmal angestoßen und erinnert. Vor allem wird auch noch einmal wirklich auf die Handlung hingewiesen.

Die „Call to Actions“ die ich angesprochen habe, sind sehr unterschiedlich und bringen gerade bei mir sehr unterschiedliche Reaktionen auf.
Ich möchte ein tolles Spiel machen. Mit der Werbung möchte ich Aufmerksamkeit dafür schaffen und Vorfreude bringen. Ich möchte Interesse bilden, aber ich möchte niemandem sagen, was er tun soll. Ich hätte gerne, dass er es macht, weil er mein Produkt toll findet. Aber es fühlt sich nicht gut an jemand Fremden um Unterstützung zu bitten.

Katzen fällt das leicht.
Photo by Marko Blažević on Unsplash

Es ist gut, dass ich bereits vor dem großen Werbeauftritt Postings verfasse, denn „Call to Actions“ fallen mir wirklich schwer und ich muss das erst lernen.
Beispielsweise habe ich mich schon damit angefreundet, in meinen Postings Fragen zu stellen, um Personen zur Beteiligung einzuladen. Das fühlt sich eigentlich voll in Ordnung an und passt, man muss sich trotzdem etwas daran gewöhnen. Wahrscheinlich fällt es leicht, weil ich noch nicht so richtig um Unterstützung bitte. Es ist schon eine Aufforderung, etwas zu tun, aber es fordert noch keine Verpflichtung in irgendeiner Weise, wie zum Beispiel sich einem Newsletter auszusetzen oder wirklich Geld in die Hand zu nehmen.

Wenn ich nun um mehr Unterstützung bitte, kann ja trotzdem noch jeder selbst entscheiden, ob dann eine Unterstützung gegeben wird oder nicht. Ich bringe allerdings dabei jemand in die Situation Nein zu sagen, das kann für manche Leute sehr unangenehm sein, deshalb fällt es mir vermutlich so schwer. Wir sind es zwar mittlerweile gewohnt, bei Werbung Nein zu sagen, man möchte aber halt auch nicht als Werbung wahrgenommen werden. Man möchte nicht als großer Konzern wahrgenommen werden, der dir versucht Produkte aufzuhalsen um Geld zu machen. Aber ich brauche nun mal Unterstützung, und es ist auch in Ordnung, um Unterstützung zu bitten. So ein Projekt kann man eben auch nicht sinnvoll allein machen. Tatsächlich ist es ja auch nichts Großes, worum ich bitte und gerade durch die Anonymität sollte es nicht schwer sein, nein zu sagen. Das muss ich mir noch etwas öfter vor Augen rufen. Je nach Moralvorstellungen kann Werbung ganz schön schwierig sein.

Wie gehts denn dir mit Werbung? So als Empfänger oder vielleicht auch selbst als Werbender? Ich bin gespannt auf Kommentare.

2 Kommentare zu „Call to Action

  1. Nein! …
    Na gut, ich geb’s es zu – ich muss doch antworten. Neben dem Fakt, dass ein „Nein“ schwerer als ein „Ja“ ist, hat der Mensch im Grunde ein hilfsbereites Wesen (zumindest Glaube ich daran). Außerdem gibts du so viel interessante Information in deinem Block, dass ich liebend gern helfe und Infos zurück gebe will.
    Dein Block ist oft vollkommen unabhängig von deinem Spiel, sodass es mir gar nicht vor kommt, wie Werbung. Werbung ist häufig nervig, aber gerade zu der nervigen Werbung „Nein“ zu sagen und sie zu ignorieren lernt man bei der Dichte an Platzierungen im Internet sehr schnell. Schwieriger wird es bei personalisierter Werbung, die dann (leider) immer interessanter wird, während das „Nein“ immer schwerer fällt. Besonders merke ich das bei meinem Zucker Konsum. Beim Einkauf auf Süßigkeiten zu verzichten ist bei mir die Regel geworden. Aber ab einem gewissen Punkt kann ich nicht mehr verzichten. Dann schlage ich umso umfangreicher zu, da ich kein weiteres „Nein“ ertrage.
    Nachdenklich wurde ich beim deutschen Film „1000 Dinge“, als die jungen Hauptdarsteller von ihren Großeltern erzählten, die damals 100 Dinge besaßen, von den Eltern mit 1000 Dingen und dann die Hauptdarsteller selbst, heute mit 10.000 Dingen. Trotzdem würde ich es nicht über das Herz bringen, meine geliebte Brettspielsammlung aufzugeben. Mit dem Fortschritt unserer Gesellschaft wächst der Konsum und Konsum ist gut für die unsere Wirtschaft. Also an sich nichts schlechtes? Würde man etwas vermissen, wenn man niemals wüsste, dass dieses Produkte existiert? Würden wir unseren Fortschritt ohne Konsum vielleicht sogar verlieren?
    Ich glaube, ich schweife etwas von der Frage ab…
    Viele Dinge sind durch Werbung kostenlos. Zum Beispiel Spotify oder YouTube. Und wenn es dann doch zu sehr stört, kann man mit Geld statt mit der eigenen Zeit zahlen. Gerade bei YouTube* habe ich im Hinterkopf, dass die Kanäle sich durch die Werbung finanzieren und so Ansporn für mehr Content haben. Dafür investiere ich gern etwas meiner Zeit in Werbung, bzw hole währenddessen nochmal Süßigkeiten ;P

    Kurz und knapp: wenn ich nicht allzu sehr drüber nachdenke, stört mich Werbung nicht und freue mich, neue Dinge kennen zu lernen oder an alte Wünsche erinnert zu werden.

    *ich habe keine Ahnung wie YT wirklich funktioniert, aber so erkläre ich es mir. Zumindest von einem Entwickler eines Handy Spiels weiß ich, dass er jedesmal kleinste Cent Beträge bekam, wenn jemand durch sein Spiel Werbung schaut.

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    1. Ja, beim Blog denk ich mir noch nicht viel, bei den richtigen Werbeschaltungen bin ich schon gespannt, wie ichs dann machen werde. 🙂
      Ich find es auch gerade bei Youtube toll, das durch Werbung so vielen Personen die Möglichkeit gegeben wird, Inhalte zu erstellen. Die dann von jedem kostenlos angesehen werden können. Oft steckt da ewig viel Aufwand dahinter und es gibt so viel Videos mit total toller Qualität. Das ist auch der Grund, warum ich keinen Addblocker verwende.
      Wenn du genauer wissen möchtest, wie das auf YT funktioniert, kann ich das gerne ausführlicher erklären. 🙂 Ich hab da selbst schon mal etwas damit gemacht.

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