Illustrationen und Funktionalität

Ich bin superglücklich mit meinen Illustratorinnen Hannah und Nessi, denn ihre Illustrationen sind wirklich schön. Für ein Brettspiel sind die Illustrationen äußerst wichtig. Sie verleihen dem Spiel Atmosphäre und machen Lust aufs Spielen.

Die Funktionalität der Komponenten muss allerdings auch noch gegeben sein. Manchmal geht es darum, dass die gleichen Grafiken auf unterschiedlichen Komponenten gut sichtbar sein sollen. Es ist aber auf jeden Fall immer wichtig, dass Informationen gut wahrgenommen werden können. Deshalb muss man immer wieder Abstriche bei den Illustrationen machen, da kommt man leider nicht drum rum.

Da es sich bei Magical Friends allerdings um ein Crowdfunding-Spiel handelt, kann man durchaus noch manche Extras produzieren, und ich habe mich dazu entschieden, die Artworks noch mehr hervorzuheben.

Da ich der Meinung bin, dass Funktionalität – in diesem Fall die Sichtbarkeit der Informationen – ein Muss ist, wird es in der Basisversion des Spiels ein Kartenset geben, bei dem genau dieser Punkt im Vordergrund steht. Als Extra kann man noch das Set dazubestellen, in dem die Artworks hervorgehoben werden. Ob dies gut ankommt oder nicht, werde ich dann beim Kickstarter sehen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, mehr von den schönen Artworks zu sehen.

Was hältst du von der Idee? Lass mir einen Kommentar da und falls dir mein Spiel gefällt, würde ich mich sehr freuen, wenn du meinen Newsletter abonnierst. Das hilft sehr beim Planen des Kickstarters.

Mehr zum Spiel und dem Newsletter hier.

Staatliche Förderungen

Brettspieldesigner und Kickstarterersteller sind super hilfreich für so ziemlich jede Frage, die aufkommt. Wozu ich allerdings bis jetzt nichts gelesen habe, sind staatliche Förderungen. Dieses Thema wird viel zu selten besprochen!

Ich weiß, es ist in jedem Land, Bundesstaat oder sogar in einzelnen Städten unterschiedlich, welche Förderungen es gibt. Die Förderungen sind aber unglaublich hilfreich. Dabei geht es um nicht wenig Geld und sie sind dafür da, auch kleinen Firmen oder Firmengründern zu helfen. Nicht nur für große Firmen, die einfach bei jeder Gelegenheit zugreifen.

Zumindest in Österreich gibt es sehr viele unterschiedliche Förderungen, und viele unterschiedliche Organisationen, Vereine oder andere Verbände geben diese Förderungen aus. Es ist aber schwierig, sie zu finden, weil diese Verbände selbst keinen Überblick darüber haben, wer aller Förderungen ausgibt. Viele Leute wissen nichts darüber.

Bitte sprecht das Thema mehr an!
Ich habe Förderungen zur Firmengründung erhalten und auch welche für internationale Werbung. Diese Förderungen stehen natürlich nur in Österreich zur Verfügung, wenn du mehr darüber wissen möchtest, kannst du mir gerne schreiben. Sie haben natürlich umfassende Auflagen und Regelungen, die ich dir gerne erklären kann. Lass dich von den Regelungen nicht abschrecken. Die Ansprechpersonen erklären dir eh, ob sich dein Unternehmen dafür qualifiziert.


Außerdem habe ich noch von einigen Förderungen für Techfirmen und Forschungsunterstützungen in Österreich gehört, die aber auf meine Firma nicht zutreffen, vielleicht ist die Sache jedoch für deine Firma interessant. In Deutschland dürfte es auch Gründungszuschüsse, Forschungsstipendien und Startup-Unterstützungen für Technologiefirmen geben. Üblicherweise haben alle diese Förderungen gemeinsam, dass man ein klares Bild vom Produkt/der Firma haben muss.

Falls du selbst eine Firma gründest oder gegründet hast, schreib mir und ich teile meine Erfahrungen mit dir. Aber auch, wenn du Förderungen in Österreich oder Deutschland oder sonst wo in Anspruch genommen hast, würde ich mich über deine Erfahrungen freuen, denn gerade mit deutschen Designern stehe ich viel in Kontakt und vielleicht sind deine Tipps auch für andere interessant. Vielleicht gibt es ja auch EU-Förderungen, zu denen weiß ich bis jetzt aber noch gar nichts.

Testen und Feedback

Wenn man ein Spiel designed, ist viel testen nötig und mit dem Testen kommt viel Feedback. Am schönsten ist natürlich das Feedback, von den Leuten, denen es gut gefallen hat und bei denen das Spiel so richtig gut ankam. Superhilfreich sind konstruktive Vorschläge, die so manchen Makel des Spiels mit kleinen Veränderungen verbessern können. Dann gibt es so große Vorschläge, durch die man im Grunde einfach ein anderes Spiel hätte. Mittlerweile könnte ich durch solche Vorschläge vermutlich 5-10 komplett unterschiedliche Spiele machen. Und dann gibt es leider auch hin und wieder mal jemanden, der sehr unzufrieden mit dem Spiel war. So etwas kann dann auch sehr frustrierend sein. Dazu heute mehr.

Ich habe mittlerweile schon wirklich viel getestet, viel mit Bekannten, aber auch viel mit Fremden. Vor Kurzem erhielt ich ein Feedback von einem unzufriedenen Tester, indem mein Spiel mit „Mensch ärgere Dich nicht“ verglichen wurde. Tatsächlich hatte ich diesen Vergleich schon einmal bekommen und ich verstand einfach nicht woher dieser Vergleich kam. Manchen fällt es nunmal nicht so einfach für einen Tester ein Gefühl zu beschreiben das beim Spielen aufkam. Dann beginne ich darüber zu Grübeln woher dieses Feedback kommt. Ich möchte nicht das man bei meinem Spiel an „Mensch ärgere Dich nicht“ denkt.

Gut, mein Spiel ist auch ein Rennen und man kann andere Figuren schlagen. Davon abgesehen haben die beiden Spiele keine Gemeinsamkeiten. Das eine ist ein Glückspiel und das andere ein Strategiespiel, wo man praktisch nicht würfeln muss.

Woher kommt also dieser Kommentar in dem Feedback? Es wurde an irgendeiner Stelle auch mal die chaotische Natur des Spiels erwähnt. Und auf einmal habe ich den Vergleich verstanden. Nach meiner Definition ist ein chaotisches Spiel ein Spiel, bei dem viel passiert in der Zeit, in der man nicht am Zug ist und man oft schwer abschätzen kann, was passieren wird. Tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass sich so etwas für manche dann anfühlt wie ein Glücksspiel, auch wenn es keines ist. Tatsächlich kann man sich in Magical Friends überlegen, wie man mit unterschiedlichen Interaktionen möglichst sicher zum Ziel kommt, genauso wie man versuchen kann, mit Tricks den Gegner doch zu schlagen. Es gibt nur sehr viele Möglichkeiten und dadurch wird es schwierig die Spielzüge der Gegner vorauszusehen. In den meisten Tests waren es genau diese Interaktionen, die richtig erstaunliche Spielzüge hervorbrachten.

Diese Formulierung, also das Chaos, das sich anfühlen kann, wie die Willkür bei einem Glückspiel, wurde mir auch bestätigt und auf einmal war das Feedback (und auch jenes, dass ich vor einiger Zeit bekommen habe), viel leichter zu nehmen. Das Chaos ist, wie bei vielen tollen Spielen, ein zentraler Teil des Spiels. Bei manchen kommt es tatsächlich durch Würfel oder Karten zustande, bei anderen sind es vor allem die vielen Optionen der Gegenspieler, die es chaotisch machen. Wie zum Beispiel bei Spielen wie Robo Rally, Smallworld oder Millennium Blades.

Natürlich wird das Spiel besser, wenn das Maß an Chaos gut passt, aber dafür testet man ja und dem Großteil der Tester gefällt genau das am Spiel. Und somit liegt die Frustration dieses Testers nicht unbedingt bei einem Makel des Spiels, sondern der Stil des Spiels trifft einfach nur nicht den Geschmack des Spielers und das passt!

Üblicherweise spielt man Spiele, über die man sich vorher gut informieren kann, oder man wird von Freunden dazu eingeladen, die wissen was zu einem passt. Beim Testen eines Spiels, das es noch nicht auf dem Markt gibt, wird man aber ins kalte Wasser geworfen und es kann leicht passieren, das ein Spiel nicht den Geschmack des Testers trifft. Das ist zwar schade, aber das passiert. Gerade als Designer darf man sich das nicht zu sehr zu Herzen nehmen.

Im Brettspielhobbie gibt es eine riesige Anzahl an Spielen. Immer wieder sieht man so 3×3 Challenges, wo Spieler Bilder ihrer 9 liebsten Spiele zeigen. Ich habe schon Unmengen solcher Collagen gesehen und es mir noch nie eine untergekommen, bei der ich mir dachte, diese Spiele gehören alle zu meinen Lieblingsspielen. Sogar wenn ich den Eindruck hatte, dass jemand einen sehr ähnlichen Geschmack hat wie ich, waren es nie mehr als 5 Spiele die sich überschnitten. Das klingt im ersten Moment Schade, aber selbst bei Spielern, bei denen ich den Eindruck hatte, die haben einen ganz anderen Geschmack, habe ich auch immer 1-2 Spiele gefunden, die ich richtig gerne spiele. Gerade das ist das Wunderschöne an diesem Hobby. Wenn man sich mit Spielen auseinandersetzt, findet man für fast jede Gruppe ein Spiel, das allen gut gefällt und womit man eine schöne Zeit verbringen kann.

Gibt es eine Art von Spielen, ein Genre oder Mechaniken, die du gar nicht magst oder besonder gern hast? Lass mir einen Kommentar da.

Erste Messestände

Eine große Entscheidung wurde getroffen! Ich habe Messestände für Magical Friends auf der „BerlinCon“ und auf der „Spiel“ in Essen dieses Jahr gebucht. Gemeinsam mit meinen beiden tollen Illustratorinnen Nessi und Hannah werden wir die beiden Messen nicht nur besuchen, sondern du kannst uns dort auch kennenlernen!

Die Entscheidung dafür war nicht einfach. Wie bereits früher schon erwähnt, sind Messestände sehr teuer, wenn man am Stand noch nichts zu verkaufen hat. Interessante Aspekte an den Messen sind vor allem längerfristige Kontakte. Bereits 2019 konnte ich Kontakte zu 19 Brettspielherstellern aufnehmen. Das hat mir enorm geholfen, einen Überblick zu bekommen, wie die Fabriken arbeiten und womit man in Verträgen rechnen kann.

Geplant ist, dass die Kickstarterkampagne Anfang Oktober startet. Das heißt auf der „BerlinCon“ (Mitte September) wird die Kampagne vorbereitet und angekündigt. Genauso werden wir dort die Messedeko für die „Spiel“ testen. Während der „Spiel“ wird unsere Kampagne bereits laufen, genauer gesagt wird sie gerade bei der Halbzeit sein – das ist ein Zeitpunkt, an dem üblicherweise wenig in der Kampagne passiert. Ich bin gespannt, welche Auswirkungen die „Spiel“ auf den Kickstarter haben wird!

Möglicherweise kann ich interessante Kontakte zu Publishern aufbauen, mit denen man nach der Kickstarterkampagne zusammenarbeiten kann. Es gibt dort bestimmt auch Reviewer, die vor Ort oder vor Ende der Kampagne Werbung für das Spiel machen wollen. Und hoffentlich treffen wir viele tolle Fans auf den Messen, die uns ein wenig auf dem Weg begleiten werden. Für Hannah und Nessi finden sich vielleicht neue Auftraggeber für zukünftige Projekte.

Wir sind auf jeden Fall schon total aufgeregt und freuen uns sehr auf die Messen. Wir haben auch ein paar spannende Ideen, wie wir unseren Stand interessant gestalten können. Es wird bestimmt sehr lustig werden!

Werden wir dich auf der Messe treffen? Gibt es etwas, abgesehen von einem aktuellen Prototyp, das wir auf den Ständen auf jeden Fall zeigen sollten? Lass einen Kommentar da.

Kickstarter-Vorbereitungen

Für den Kickstarter-Start gibt es natürlich viel vorzubereiten. Vor allem Werbung. Reviewprototypen sind unterwegs, und Social-Media-Beiträge starten wieder. Aber auch die Kickstarter-Seite muss schön werden und benötigt Banner, GIFs und Videos.

Für die Einleitung des Kickstarter-Videos habe ich mir drei Clips überlegt, die ein wenig erzählen, worum es bei Magical Friends geht. Warum drei Clips? Die Clips sind jeweils nur etwa 20 Sekunden lang und diese Dauer eignet sich außerdem ziemlich gut für Facebook-Werbung. Wir werden unser Glück auch auf TikTok probieren.

Im ersten Clip wird man etwas über das Ziel des Spiels erfahren, im zweiten Clip geht es um eine der Hauptaufgaben im Spiel und das dritte soll die Action und das Chaos im Spiel widerspiegeln.

Zuerst habe ich mit meinen Illustratorinnen Hannah und Nessi Storyboards erstellt.
Ich habe ihnen erklärt, dass ich im ersten Clip gerne hätte, dass die Magier am Marktplatz über den Midsommar-Wettbewerb erfahren, eine Rivalität zwischen den Magiern ausbricht und sie sich sofort auf den Weg machen, um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten.

Das Storyboard zum ersten Clip.

Die Clips sollten nicht viel mehr als 5 Bilder beinhalten, denn je mehr, desto zeitaufwendiger wird die Unternehmung. Mit 5 Bildern und unterschiedlichen animierbaren Ebenen lässt sich schon ein hübsches Video gestalten.

Ausgearbeitet sah das Ganze dann so aus:

Damit können wir einen eigenen Videoclip machen, haben einen Teil eines größeren Intros und auch gleichzeitig einen kleinen hübschen Comic.

Im Moment arbeiten wir an Ton und Text für das Video. Das Ganze sieht aber schon sehr cool aus. Mehr dazu, sobald es fertig ist.

Es gibt natürlich sehr viele Herangehensweisen, um solche Videos zu gestalten, einfachere, aber auch viel aufwendigere. Was sagst du zu unserem Plan? Lass uns einen Kommentar da.

Reviews und Previews

… sind äußerst wichtig, um der Welt ein unbekanntes Spiel näher zu bringen. Es gibt eine riesige Menge toller Reviewer auf unterschiedlichen Social-Media-Plattformen, Magazinen, Podcasts und natürlich auf Youtube. Heute möchte ich euch vorstellen, was dahinter steckt.

Dabei gibt es zu beachten, dass viele der größeren Kanäle nur Reviews erstellen, also nur Spiele vorstellen, die bereits am Markt und für jeden zugänglich sind. Es gibt aber auch einige, die für noch unveröffentlichte Spiele Previews erstellen, wie für meinen Prototypen.

Außerdem sind Previews gerade im Videoformat sehr aufwendig. Um einen Youtube-Kanal aufzubauen, braucht man regelmäßig Uploads, um auch im Suchalgorithmus aufzuscheinen. Natürlich möchte man das Spiel auch vorher das ein oder andere Mal gespielt haben. Damit das Video eine Qualität hat, wie man sie auf Youtube gewohnt ist, ist auch ein bisschen Equipment, Vorbereitung und oft einiges an Nachbearbeitung nötig. Da du weißt, wie viele Spiele auf dem Markt oder Kickstarter erscheinen, könnt ihr euch vorstellen, dass es viel zu tun gibt. Viele machen das aus Leidenschaft, bei manchen wird es aber auch zum Beruf. Deshalb verlangen auch einige größere Kanäle für Reviews/Previews eine Aufwandsentschädigung und das ist auch verständlich.

Es gibt aber wirklich sehr viele, die Previews als Hobby machen und sich einfach freuen, einen Prototypen auf ihrem Tisch zu haben und Autoren zu unterstützen. Das Feedback aus der Brettspielcommunity war unglaublich toll.
Auf meine Anfrage nach Previewern haben sich so viele gemeldet, dass meine wenigen Prototypen vermutlich nicht jeden erreichen, bis der Kickstarter beginnt.
Ich hoffe, sie schaffen es überhaupt zu mehreren Personen, denn sie werden von einem Spieler zum Nächsten weitergeschickt. Bei so viel Versand kann so einem Spiel schon etwas zustoßen.
Zwei Englische sind nun in die USA unterwegs, einer nach England und zwei in der EU, genauso wie drei Deutsche Prototypen in Deutschland und Österreich unterwegs sind.
Ich bin sehr gespannt, wie weit ihre Reise geht.

Ich halte dich auf jeden Fall auf dem Laufenden. Hast du Fragen zu diesem Thema, freue ich mich, diese in den Kommentaren zu beantworten, sofern ich schon Erfahrungen dazu gemacht habe.