Kickstarter-Vorbereitungen

Für den Kickstarter-Start gibt es natürlich viel vorzubereiten. Vor allem Werbung. Reviewprototypen sind unterwegs, und Social-Media-Beiträge starten wieder. Aber auch die Kickstarter-Seite muss schön werden und benötigt Banner, GIFs und Videos.

Für die Einleitung des Kickstarter-Videos habe ich mir drei Clips überlegt, die ein wenig erzählen, worum es bei Magical Friends geht. Warum drei Clips? Die Clips sind jeweils nur etwa 20 Sekunden lang und diese Dauer eignet sich außerdem ziemlich gut für Facebook-Werbung. Wir werden unser Glück auch auf TikTok probieren.

Im ersten Clip wird man etwas über das Ziel des Spiels erfahren, im zweiten Clip geht es um eine der Hauptaufgaben im Spiel und das dritte soll die Action und das Chaos im Spiel widerspiegeln.

Zuerst habe ich mit meinen Illustratorinnen Hannah und Nessi Storyboards erstellt.
Ich habe ihnen erklärt, dass ich im ersten Clip gerne hätte, dass die Magier am Marktplatz über den Midsommar-Wettbewerb erfahren, eine Rivalität zwischen den Magiern ausbricht und sie sich sofort auf den Weg machen, um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten.

Das Storyboard zum ersten Clip.

Die Clips sollten nicht viel mehr als 5 Bilder beinhalten, denn je mehr, desto zeitaufwendiger wird die Unternehmung. Mit 5 Bildern und unterschiedlichen animierbaren Ebenen lässt sich schon ein hübsches Video gestalten.

Ausgearbeitet sah das Ganze dann so aus:

Damit können wir einen eigenen Videoclip machen, haben einen Teil eines größeren Intros und auch gleichzeitig einen kleinen hübschen Comic.

Im Moment arbeiten wir an Ton und Text für das Video. Das Ganze sieht aber schon sehr cool aus. Mehr dazu, sobald es fertig ist.

Es gibt natürlich sehr viele Herangehensweisen, um solche Videos zu gestalten, einfachere, aber auch viel aufwendigere. Was sagst du zu unserem Plan? Lass uns einen Kommentar da.

Reviews und Previews

… sind äußerst wichtig, um der Welt ein unbekanntes Spiel näher zu bringen. Es gibt eine riesige Menge toller Reviewer auf unterschiedlichen Social-Media-Plattformen, Magazinen, Podcasts und natürlich auf Youtube. Heute möchte ich euch vorstellen, was dahinter steckt.

Dabei gibt es zu beachten, dass viele der größeren Kanäle nur Reviews erstellen, also nur Spiele vorstellen, die bereits am Markt und für jeden zugänglich sind. Es gibt aber auch einige, die für noch unveröffentlichte Spiele Previews erstellen, wie für meinen Prototypen.

Außerdem sind Previews gerade im Videoformat sehr aufwendig. Um einen Youtube-Kanal aufzubauen, braucht man regelmäßig Uploads, um auch im Suchalgorithmus aufzuscheinen. Natürlich möchte man das Spiel auch vorher das ein oder andere Mal gespielt haben. Damit das Video eine Qualität hat, wie man sie auf Youtube gewohnt ist, ist auch ein bisschen Equipment, Vorbereitung und oft einiges an Nachbearbeitung nötig. Da du weißt, wie viele Spiele auf dem Markt oder Kickstarter erscheinen, könnt ihr euch vorstellen, dass es viel zu tun gibt. Viele machen das aus Leidenschaft, bei manchen wird es aber auch zum Beruf. Deshalb verlangen auch einige größere Kanäle für Reviews/Previews eine Aufwandsentschädigung und das ist auch verständlich.

Es gibt aber wirklich sehr viele, die Previews als Hobby machen und sich einfach freuen, einen Prototypen auf ihrem Tisch zu haben und Autoren zu unterstützen. Das Feedback aus der Brettspielcommunity war unglaublich toll.
Auf meine Anfrage nach Previewern haben sich so viele gemeldet, dass meine wenigen Prototypen vermutlich nicht jeden erreichen, bis der Kickstarter beginnt.
Ich hoffe, sie schaffen es überhaupt zu mehreren Personen, denn sie werden von einem Spieler zum Nächsten weitergeschickt. Bei so viel Versand kann so einem Spiel schon etwas zustoßen.
Zwei Englische sind nun in die USA unterwegs, einer nach England und zwei in der EU, genauso wie drei Deutsche Prototypen in Deutschland und Österreich unterwegs sind.
Ich bin sehr gespannt, wie weit ihre Reise geht.

Ich halte dich auf jeden Fall auf dem Laufenden. Hast du Fragen zu diesem Thema, freue ich mich, diese in den Kommentaren zu beantworten, sofern ich schon Erfahrungen dazu gemacht habe.


Wenn man mehrere Prototypen fertigstellt…

… ist man erst mal einige Zeit beschäftigt. Mein Set an Reviewprototypen nahm mich die letzten 3 Wochen sehr ein. Und sie mussten wirklich fertig werden, denn die 12 m² Karton und 14 m² Papier haben ziemlich viel Platz meiner Wohnung belegt.

Hätte ich sie nicht selbst gemacht, sondern über meinen Hersteller, hätten mich 10 solcher Prototypen 2000-3000€ gekostet. Außerdem hätte ich vermutlich auch 2-2,5 Monate auf die Prototypen gewartet. Außerdem hätte ich die Arbeit meiner Illustratoren unterbrechen müssen, um ein paar Grafiken für den Druck anzupassen. Alles für Prototypen, bei denen viele Grafiken noch nicht in Farbe sind.
Prototypen beim Hersteller sind nicht immer so teuer, aber mein Spiel ist abgesehen davon, das ich keine Miniaturen oder andere komplexere Plastikkonstruktionen habe, ganz schön aufwendig und auch nicht klein. Je Spiel haben mich die Ressourcen etwa 55€ gekostet und insgesamt habe ich dabei 650 Einzelteile verarbeitet (Karton, Karten, Papier, Aufkleber, Kartenhüllen…).

Zwar brauchen sie immer noch viel Platz, aber sie fertig zu sehen, ist schon ein erleichterndes Gefühl. Nun gehts daran, sie zu verschicken. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Hast du noch Fragen zum Basteln? Lass einfach einen Kommentar da, ich freu mich!

Wenn der Prototyp hübsch geworden ist … (fertig)

… würde man ihn am liebsten sofort allen Leuten zeigen! Ich meine wirklich auf allen Kanälen! Aber trotzdem ist noch etwas Geduld gefordert. Es wäre schade, schlechte Fotos online zu stellen, obwohl man eine Woche später richtig gute haben wird.

Für Fotos hab ich mir dann einen Freund mit guter Kamera und professionelle Beleuchtung ausgeliehen. Die Zeit, die man dafür braucht, darf man dabei nicht unterschätzen. Für etwa 45 schöne Fotos (nach der Aussortierung), die ein gutes Bild vom Spiel, der Spielatmosphäre und den Komponenten zeigen, haben wir schon einen ganzen Tag gebraucht.

Je nach Komponenten oder Spielaufbau haben wir Tisch und Beleuchtung x-mal umgestellt. Es schadet nicht, sich davor einen Plan anzulegen, welche Komponenten man aus welchem Blickwinkel sehen möchte, und die Reihenfolge der Fotos anhand der Blickwinkel zu erstellen. Das Spielbrett ständig schön auf- und abzubauen, würde sehr viel Zeit verschwenden.

Auch wenn alles selbst gemacht ist, darf man die Kosten und den Aufwand nicht unterschätzen. Ich habe etwa 55 € für Rohstoffe benötigt (2/3 waren allerdings dem Copyshop zuzuschreiben). Die Zeit, die ich zum Basteln benötigt habe: etwa 3 Tage. Daran waren allerdings vor allem die Trocknungszeiten des Sprühklebers schuld. Mit Buchbinderleim geht das Verkleben deutlich schneller.

Solltest du noch offene Fragen haben, nur her damit. Ich freu mich natürlich auch über sonstiges Feedback. Das war es erst mal zum Prototyp.

Wenn der Prototyp hübsch werden soll … (Teil 5, Pappmarker/Token/Standee)

Bei meinen Kartonteilen wirds mit herkömmlichem Werkzeug vermutlich schon sehr schwierig. Denn die Formen meiner Token sind etwas komplizierter als gewöhnliche Rechtecke.

Wie du bereits sehen kannst, diese Formen sind mit dem Messer schon schwieriger aus dem Karton zu schneiden. Zumindest, wenn sie danach auch noch hübsch aussehen sollen.

Der Druck für diese Pappteile ist leider nicht so schön, ich habe dafür meinen eigenen Drucker und Stickerpapier verwendet, aber für den Prototyp reichts.

Sowohl die Pappteile als auch die Sticker hab ich mit dem Lasercutter ausgeschnitten. Dementsprechend sind Bleed und Margin auch hier wichtig. Gerade bei diesen Formen sind Bleed und Margin etwas schwieriger, deshalb haben wir uns zu einem Farbübergang entschieden, der auch etwas verschoben noch gut aussieht. Auch wenn der Laser sehr genau arbeitet, ich muss ihn dennoch manuell ausrichten und da merkt man jede Ungenauigkeit.

Die Sticker hab ich dann einfach auf den Karton aufgeklebt. Ja, das ist mühselig und dauert eine Weile, also am besten irgendeine Serie im Hintergrund ansehen. Aber es ist dann doch relativ genau und sieht verhältnismäßig gut aus.


2-mm-Karton ist gar nicht so leicht zu handhaben, da hilft ein Laser ungemein. Hast du noch andere Möglichkeiten im Kopf, wie man so was mit vertretbarem Aufwand hinbekommt? Ich bin für Ideen offen.

Wenn der Prototyp hübsch werden soll … (Teil 4, Spielplan)

Es gibt sicher einige Möglichkeiten, wie man den Spielplan ausdrucken und bekleben kann. Aus irgendeinem Grund wollte ich das mit 4 Teilen machen, sodass auch jede Kante überklebt und dadurch stabiler wird.

Wenn du es so machst wie ich, musst du dir gut überlegen, an welcher Stelle und in welche Richtung der Spielplan gefaltet wird. An den Kanten, an denen die Spielplanteile verbunden werden, habe ich die Lasche verlängert, um etwas mehr Klebefläche zu haben. Beim Teilen des Bildes musste ich auch gut aufpassen, dass die Bilder an den Kanten schön ineinander übergehen. Der Bildausschnitt sollte immer etwas über die Kante hinausreichen (ich habe dafür 1-2 mm genommen). Sollte man es nämlich nicht schaffen, den Bildausschnitt komplett genau aufzukleben, wird man weiße Ränder sehen und das ist nicht besonders hübsch.
Soweit ich das mitbekommen habe, ist die Aufbereitung für die tatsächliche Produktion viel einfacher.

Die Seiten habe ich wieder mit Sprühkleber besprüht und den ersten Karton sauber aufgeklebt. Danach den nächsten Karton an die richtige Kante angelegt, auch festgeklebt und auch erst mal trocknen lassen. Dann mit dem nächsten Ausdruck überklebt. Auch hier habe ich für weitere Prototypen Buchbinderleim verwendet und die Verarbeitung und das Ergebnis war viel besser.

Auf der Rückseite habe ich den Spielplan noch mit Bucheinbandfolie verklebt. Zum einen, um die Faltkanten zu verstärken, und zum anderen auch für die Kante, die in die andere Richtung gefaltet wird. Ansonsten würde der Spielplan ja noch nicht zusammenhalten.
Wichtig ist dabei, die Kanten korrekt zu verkleben, wenn eine Stelle gefaltet werden soll, muss auch über die Falz geklebt werden (Bild 3).

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Beim genauen Hinsehen merkt man schon, dass der Spielplan handgemacht ist, aber er sieht gut aus, ist stabil und fühlt sich nicht schlecht an. Man erhält einen verlässlichen Eindruck vom Material und das war ja auch das Ziel.

Bestimmt fallen dir noch weitere Möglichkeiten ein, wie man so einen Spielplan basteln kann, ich freu mich über Ideen in den Kommentaren. Im nächsten Beitrag gehts um die Pappmarker/Token, die normalerweise gestanzt werden.